Kilometergeld 2012

By | November 9, 2011

Wer mit dem privaten Auto Fahrten für die Firma unternimmt, wie etwa die klassische Dienstreise, kann Kilometergeld beziehen. Diese Abgeltung der entstandenen Kosten können in der Form einer Pauschale getätigt werden. Ohne zusätzliche Lohnsteuerpflicht, also steuerfrei ist dies, wenn innerhalb vorgegebener Höchstsätze geblieben wird und ein Fahrtenbuch die Dienstreisen auch plausibel ausweist. Das amtliche österreichische Kilometergeld deckt im Wesentlichen sämtliche Kosten ab, welche bei einer Dienstreise entstanden sein könnten. Dies trifft sogar auf Mauten und Parkgebühren zu. Sind die tatsächlichen Kosten noch höher und können nachgewiesen werden, so kann der amtliche Kilometersatz ersetzt werden. Anstatt Kilometergeld werden dann als Ersatz die angefallenen Kosten erstattet. Seit 2007 kann das Kilometergeld über das Finanzamt geltend gemacht werden. Hierbei beträgt das amtliche österreichische Kilometergeld bei PKW´s 0,42 Euro. Mitfahrende Personen erhalten 0,045 Euro. Mit diesem Satz können pro Jahr maximal 30.000 Kilometer vom Finanzamt abgerechnet werden, was umgerechnet einem Höchstbetrag von 11.400 Euro entspricht. Der Rest ist steuerpflichtig. Keine Kilometer könnten für Fahrten vom Wohnort zur Arbeit geltend gemacht werden, diese werden über den Verkehrsabsetzbetrag sowie der Pendlerpauschale abgegolten.
Neben dem amtlichen Kilometergeld für PKW´s gibt es auch Kilometergeld für Fußwege oder Radfahrten. Dieses ist seit dem 01.Januar 2011 neu geregelt. Demnach beträgt das amtliche Kilometergeld für Fußgänger oder Radfahrten 0,38 Euro je Kilometer. Je nach Betriebsvereinbarung und Kollektivvertrag kann für berufliche Fahrten mit dem Fahrrad das amtliche Kilometergeld abgesetzt werden. Dieses amtliche Kilometergeld gilt als Höchstbetrag und Richtlinie für steuerfreie Auszahlung für Reisekosten der Arbeitnehmer. Das Finanzamt erkennt beispielsweise bei Arbeitnehmerveranlagung und Steuererklärungen Kilometergeldsätze in Höhe des amtlichen Kilometergelds als die Steuer reduzierende Ausgaben an. Vor dem 01. Januar 2011 betrug das Kilometergeld für Radfahrer innerhalb der ersten fünf Kilometer 23,3 Cent je Kilometer, sowie ab jedem weiteren Kilometer 46,5 Cent je Kilometer. Seit dem 01. Januar 2011 ist das Kilometergeld einheitlich auf 38 Cent pro Kilometer neu geregelt. Diese Neuregelung stellt eine finanzielle Verbesserung für Fahrten mit dem Rad bis 13 Kilometer dar. Längere Dienstwege waren nach der alten Regelung für Fahrradfahrten vorteilhafter. Jedoch sind 95 Prozent der gesamten Radfahrten kürzer als 13 Kilometer und somit ist die neue Regelung des amtlichen Kilometergeldes für die Mehrheit der Radfahrer eine deutliche Verbesserung.

Das Kilometergeld 2012 in Österreich (die rechte Spalte ist die gültige Spalte für das KM-Geld im Jahr 2012):

Fahrzeug KM-Geld
ab ab seit
28.10.2005

je Kilometer

(gerundet)

1.7.2008

je Kilometer

1.1.2011

je Kilometer

PKW 0,376 €

0,38 €

0,42 € 0,42 €
Für jede mitbeförderte Person 0,045 €

0,05 €

0,05 € 0,05 €
Motorrad bis 250 cm3 0,119 €

0,12 €

0,14 € 0,24 €
Motorrad über 250 cm3 0,212 €

0,22 €

0,24 € 0,24 €

10 thoughts on “Kilometergeld 2012

  1. Klaus Mayr

    wenn man sich anschaut was aktuell der diesel kostet und überhaupt ein Auto, dann ist es eine absolute Frechheit, dass beim Kilometergeld alles so bleibt wie es ist! Es müsste schon längst das Kilometergeld erhöht worden sein, bzw. speziell für 2012 müsste das km-Geld angehoben werden, denn sonst haben wir wirklich bald gar nix mehr 🙁

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  2. Strobl

    Danke Hr. Mayr,
    mitdenken und mit der Zeit gehen, das wird von uns täglich verlangt, doch der Staat braucht dazu ewig. Kann Ihnen nur vollkommen recht geben.

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  3. Valeria

    Ich kann mich den Herren nur anschließen !!!
    Fahre gut 50.000 km pro Jahr – was ich an Reifen verbrauche … vom Treibstoff will ich gar nicht reden. Es ist eine Katastrophe, was alles an Instandhaltungs- und Treibstoffkosten da anfallen.
    ALLES wird täglich teurer und das Km-Geld ist seit FÜNF JAHREN nicht mehr angehoben worden !!! Da reden sie höchstens von Treibstoff-Preis-Transparenz einführen…. So a Schmarrn, da hat man nur was davon, wenn man den ganzen Tag vorm PC sitzt und nachschauen kann und selbst das bringt nix, weil man oft so weit weg ist von den günstigen Tankstellen, sodass es sich ohnehin nicht auszahlt hinzufahren !!! Nur Bla, Bla und nix dahinter … aber die Massen werden halt damit beschwichtigt, weils zumindest so ausschaut als ob sich jemand für uns einsetzt …

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  4. Hannes

    Alles recht gut und schön und auch richtig was Mayr, Strobl und Valeria sagen aber denkt euch mal bitte in die Situation eines kleinen Gewerbetreibenden im Verkauf der noch einen Angestellten hat und für den das KM-Geld zahlen muss – was soll ich dazu sagen?
    Mehrkosten an Sprit der geradezu eine Frechheit ist und dann soll man auch noch für jeden einzelnen KM mehr zahlen?
    Ich weis nicht recht was man da sagen soll – ich weis nur eines – der Vater Staat versagt – sonst niemand – die bringen ausser Abzockerein nie ein Programm auf den Markt was zielführend ist und jedem einzelnen Steuerzahler langfristig zumindest keinen Nachteil bringt.
    Der Spritpreis wurde nur freigegeben um den Preis hinaufzutreiben und so werden wir rundum betrogen – und das ist nur der Treibstoff. Wenn man dann noch alles andere Lebensnotwendige ins Auge fasst – dann wird einem schlecht. Leider werden wir nur mehr betrogen und alle in der oberen Etage richten sich Ihr schönes Leben wie sie es brauchen.

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  5. Motzer

    Habe mir die KFZ-Kosten jetzt genau aufgeschlüsselt und komme zu folgendem Ergebnis:

    Mtl. Durchschnittskosten über gesamte Nutzungszeit
    anteilige Gestehungskosten 121 Euro
    Versicherung und Steuern 66 Euro
    Betriebsstoffe + Gebühren 146 Euro
    Service, Wartung 63 Euro
    Reparaturen 99 Euro
    gesamt 494 Euro

    km-Durchschnittskosten über gesamte Nutzungsdauer

    Peugeot 306 0,33 Euro / km
    amtliches km-Geld 0,42 Euro / km

    Das, was nicht enthalten ist, sind die Kreditzinsen für einen Kredit, den ich aufgenommen habe und der inzwischen zurückgezahlt ist und der eine oder andere Liter Scheibenreiniger und auch nicht die wenigen Parkscheine, aber alle Parkgebühren. Alles gerechnet über 6 Jahre und gut 100.000 km. Ja und auch die letzten Wischerblätter vom Diskonter sind nicht inkludiert.

    Ich glaube, bevor man irgendwelche Behauptungen aufstellt, sollte man sich die Fakten anschauen.

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  6. Velonaut

    Bedenken sollte jede und jeder, dass
    … der Autolärm nachts 45% aller Menschen stört
    … die Fahrten unter 10km Distanz 50% aller Fahrten ausmachen (viele davon liessen sich mit dem Fahrrad, die ganz kurzen zu Fuss erledigen)
    … die Autos von Jahr zu Jahr grösser und schwerer werden
    … die Folgekosten soundso die Kinder und nicht wir zu tragen haben werden
    Der Kopf ist rund, damit er rundum schauen kann.

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  7. Anonymous

    Nur lauter Wixer , betrüge…………. sonst wirst du betrogen!!! Ja so ist es…leider

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  8. Alfred

    Hey Leute!
    Angenommen ich fahre vier Abende die Woche in eine Abendschule (HTL) und verfahr täglich 100km. Geht mir meine Rechnung auf, wenn ich sage
    100km x 4 (Abende) x 4 Wochen (Monat) x 10 (Schulmonate) x 0,42cent/km = 6720Euro
    Das wäre ja ein Wahnsinn, wenn ich jedes Jahr diese 6720Euro beim Steuerausgleich bekommen würde.
    LG

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  9. manuel

    Grüße vom Admin: Weil ich nicht weiß, wie man sich benimmt, wird mein Kommentar gelöscht 🙂

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