Währung

bezeichnet die Währungseinheit eines Staates, die das gesetzlicheZahlungsmittel bildet. Darüber hinaus bezeichnet Währung aber auch die rechtliche Ordnung des Geldwesens eines Staates. Dabei wird nach der Deckung (Grundlage der Währung) und ihrer Konvertibilität (Umtauschbarkeit) unterschieden. Früher legte man auf die gesetzlich vorgeschriebene Deckung einer Währung besonderen Wert. Die staatlichen ~ocnbankenw aren gesetzlich verpflichtet, ein bestimmtes Deckungsverhältnis des Geldumlaufes zu einem bestimmten Stoff (etwa Gold) zu beachten (gebundene Währung). Im Zuge der Wirtschaftsentwicklung zeigte sich jedoch, daß dieses System wenig flexibel ist und nicht auf die Bedürfnisse einer ständig wachsenden Wirtschaft abgestimmt werden kann. Heute gibt es daher fast überall freie Währungen. Bei diesen ist keine gesetzliche Deckung vorgesehen. Dennoch bemühen sich die Notenbanken auch weiterhin, eine hohe Deckungsquote ihrer Währungen in Gold, Wertpapieren usw. zu halten. Heute gilt die Auffassung, daR auf lange Sicht als beste Deckung einer Währung die Wirtschaftskraft eines Landes zu betrachten ist. Wir unterscheiden weiters harte und weiche Währungen: Harte Währungen sind konvertibel, sie können jederzeit zum jeweiligen Wechselkurs in andere konvertible Währungen umgetauscht werden, wenn sie zur Finanzierung internationaler Handels- und Dienstleistungsgeschäfte dienen. Weiche Währungen sind nicht frei austauschbar. Der Erwerb ausländischer Währung ist an eine staatliche Bewilligung gebunden (Devisenbewirtschaftung). Für den Außenhandel stellt das Fehlen der freien Austauschbarkeit von Währungen eine empfindliche Behinderung dar. Aus diesem Grunde wurde 1944 der Internationale Währungsfonds (IWF – aufgrund der englischen Bezeichnung International Monetary Fund, auch IMF gekürzt) gegründet, der der Stabilität und Konvertibilität der Währungen seiner Mitgliedsländer durch im wesentlichen fixe Wechselkurse dienen sollte. Zunächst durch die Zahlungsbilanzschwierigkeiten der USA und infolge der mangelnden Bereitschaft vieler Länder, ihre Dauerinflation ernsthaft zu bekämpfen und Zahlungsbilanzdefizite durch innere Anpassungsmaßnahmen zu bewältigen (verschärft durch die sprunghafte Verteuerung der Energiepreise und das Anwachsen unkontrollierter internationaler Liquidität), wurde dieses System, was das Wechselkursregime betrifft, im wesentlichen aufgegeben. Der internationale Währungsfonds bemüht sich um die Schaffung einer zukunftsweisenden, weltweiten Währungsordnung. Insbesondere geht es in diesem Zusammenhang um eine Bekämpfung der weltweiten Inflation und eine bessere Koordination der Währungspolitik der wirtschaftlich führenden Staaten der Welt.

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