Bonitätsprüfung und Bonitätsunterlagen in Österreich

By | März 26, 2010

Zu vielerlei Zwecken, wie Kredit, Autokauf, Firmengründung, ist es notwendig, dass sich ein österreichischer Bürger einer Bonitätsprüfung unterziehen muss. Die Bonitätsprüfung umfasst alle relevanten Personendaten, wie Anschrift, Arbeitsverhältnis, Einkommensnachweise und persönliche Haushaltslage, das heißt, laufende finanzielle Verpflichtungen und deren termingerechte Tilgung.
Bereits seit dem Jahr 1870 gibt es in Österreich den Kreditschutzverband, KSV. Die einfache Überprüfung der Bonität, beispielsweise eines künftigen Mieters wird über Bonitätsunterlagen wie es ein Ausweis, Einkommen usw. ist, nachgewissen. Über diese Bonitätsunterlagen macht diese Instution die Bonitätsprüfung für z. B. die Gläubigersicherheit bei Kreditabschlüssen, und für die Überprüfung der Kreditwürdigkeit und des Zahlungsgebarens einer Firma oder Privatperson. Hier laufen Informationen über laufende Kredite, fristgerechte Ratentilgung, Insolvenzen und dergleichen zusammen. Damit soll vermieden werden, dass Kredite an Firmen oder Personen vergeben werden, die nicht über die nötigen Sicherheiten, das nötige Einkommen, verfügen oder bereits überschuldet sind. Banken machen Rückfragen beim KSV nicht nur im Kreditfall, sondern bereits bei der Eröffnung eines Kontos.
Eine Privatperson, die in Österreich einen Kreditantrag stellt, muss der Bank oder einer anderen Kreditinstitution Unterlagen zur Bonität, wie Einkommensnachweis, eventuell Vermögensnachweis, Sicherheiten, Arbeitsverhältnis, Wohnsitz, der Bank selbst vorlegen. Die Auskunft beim KSV wird die Bank einholen. Gibt es laufende Zahlungsverpflichtungen, wurden in der Vergangenheit Kredite aufgenommen, so ist es empfehlenswert, zuvor auf Eigeninitiative eine Selbstauskunft beim KSV zu beantragen. So kann überprüft werden, ob die Auskunft auch dem aktuellen Stand entspricht. Es kann in Einzelfällen schon einmal zur nicht rechtzeitigen Eintragung einer Kredittilgung oder ähnlichen Abläufen kommen. In solchen Fällen wird dann auf Wunsch eine Korrektur vorgenommen. Eine solche Selbstauskunft ist immer dann vorzulegen, wenn ein österreichischer Bürger – beispielsweise bei einer Online-Bank – im Ausland Geld aufnehmen möchte.
Eine Bonitätsprüfung und KSV Auskunft wird desgleichen gewöhnlich bei höheren Ratenkäufen vorgenommen. So bei Autokäufen, Möbelkäufen und mehr, bei denen der Käufer mit dem Händler einen Ratenvertrag abschließt, der faktisch einem, an eine Ware gebundenen, Kredit gleichkommt.
Um bei einer gründlichen Bonitätsprüfung zu bestehen, sollte beachtet werden, dass sich verzögerte Zahlungen, Insolvenzen, aber auch die ständige hohe Ausschöpfung eines Dispokredits, negativ auf die Bonitätsauskunft auswirken. Das muss nicht unweigerlich zur Verweigerung eines Kredits führen, kann aber auch zu höheren Zinsen für die Tilgung und Verknappung der Kreditsumme beitragen.

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